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Mahnung in der Schweiz: Mahnstufen, Formulierungen und Verzugszins

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand: November 2026. Bei hohen Beträgen oder Streitfällen fragen Sie eine Fachperson oder das Betreibungsamt.

Offene Rechnungen sind lästig, aber meist kein böser Wille. Ein ruhiger, klarer Ablauf hilft, die Kundenbeziehung zu erhalten und trotzdem zum Geld zu kommen.

Rechtlicher Rahmen in Kürze

Quellen: Obligationenrecht (OR) auf fedlex.admin.ch, SchKG.

Ein üblicher Ablauf in drei Schritten

  1. Zahlungserinnerung (wenige Tage nach Ablauf der Frist): freundlich, sachlich, mit Rechnungskopie. Oft ist die Rechnung schlicht untergegangen.
  2. 1. Mahnung (nach ca. 10–14 Tagen): klare Nennung von Betrag, Rechnungsnummer und neuer Frist (z. B. 10 Tage). Hinweis auf Verzugszins.
  3. 2. Mahnung (nach weiteren 10–14 Tagen): bestimmter Ton, letzte Frist, Hinweis auf die Betreibung, falls nicht gezahlt wird.

Die Abstände sind Erfahrungswerte, keine gesetzliche Vorgabe. Vermerken Sie jedes Schreiben mit Datum.

Formulierungen, die funktionieren

Gratis-Beispiel: Zahlungserinnerung

Betreff: Zahlungserinnerung Rechnung Nr. 2026-014

Guten Tag Frau Muster

Unsere Rechnung Nr. 2026-014 vom 12. November 2026 über CHF 540.00
war am 12. Dezember 2026 zur Zahlung fällig. Wir konnten bisher
keinen Zahlungseingang feststellen.

Möglicherweise hat sich Ihre Zahlung mit diesem Schreiben gekreuzt.
Andernfalls bitten wir Sie, den Betrag bis zum 22. Dezember 2026
zu überweisen. Die Rechnung finden Sie im Anhang.

Bei Fragen melden Sie sich gerne.

Freundliche Grüsse
Vorname Name, Firma

Das Beispiel ist frei erfunden und ein Entwurf. Passen Sie es an Ihre Vereinbarungen an.

Weiterführend

Bevor es zur Mahnung kommt, hilft eine korrekte Rechnung: Pflichtangaben und QR-Rechnung.

Gratis-Werkzeug

Rechnungen mit QR-Code erstellen Sie gratis mit LeZo Büro. Keine Rechtsberatung.