# Lehrbetriebe-Kit Schweiz – Vorlagen

Muster für kleine Lehrbetriebe ohne HR-Abteilung. Ersetzen Sie alles in [eckigen Klammern]. Passen Sie Texte an Ihren Betrieb an.

**Wichtig:** Dies sind Arbeitshilfen, keine Rechtsberatung. Verbindlich sind Ihr Lehrvertrag, die Bildungsverordnung Ihres Berufs, die Vorgaben Ihres Kantons und Ihrer Branchenorganisation (OdA). Auskunft gibt das kantonale Amt für Berufsbildung. Allgemeine Grundlagen: Berufsbildungsgesetz (BBG) und Obligationenrecht (OR, Lehrvertrag Art. 344 ff.).

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## 1. Lehrstelleninserat

**Betreff / Titel:** Lehrstelle als [Beruf EFZ/EBA] ab [Sommer Jahr] in [Ort]

**Wer wir sind**
[Betrieb] ist ein [Handwerks-/Dienstleistungsbetrieb] mit [Anzahl] Mitarbeitenden in [Ort]. Wir bilden seit [Jahr] Lernende aus. Bei uns lernst du den Beruf von der Pike auf und bekommst früh echte Verantwortung.

**Das lernst du**
- [Tätigkeit 1]
- [Tätigkeit 2]
- [Tätigkeit 3]

**Das bringst du mit**
- Abschluss der obligatorischen Schule
- Interesse an [Bereich], Zuverlässigkeit und Freude am Lernen
- Schnupperlehre bei uns (Dauer [x] Tage) gehört zum Bewerbungsverfahren

**Das bieten wir**
- Ausbildung durch [Berufsbildner/in Name]
- Ferien (gesetzlich mindestens 5 Wochen bis 20 Jahre, Art. 329a OR, mehr laut Lehrvertrag)
- [Weitere Angebote: Lernunterstützung, Arbeitskleidung, Weiterbildung]

**Bewerbung**
Schick uns bitte bis [Datum] dein Motivationsschreiben, Lebenslauf und die letzten Zeugnisse an [E-Mail/Adresse]. Rückfragen: [Name, Telefon]. Wir freuen uns auf dich!

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## 2. Schnupperlehre – Einladung

**Betreff:** Deine Schnupperlehre bei [Betrieb] am [Datum]

Guten Tag [Vorname]

Vielen Dank für dein Interesse an einer Lehre als [Beruf]. Gerne laden wir dich zur Schnupperlehre ein:

- Datum: [von – bis]
- Treffpunkt: [Adresse], um [Uhrzeit]
- Ansprechperson: [Name, Telefon]
- Arbeitszeit: ca. [Uhrzeit] bis [Uhrzeit], Mittagspause [Zeit]

Bitte bring mit: [Arbeitsschuhe/Kleidung, Znüni, Schnupperlehr-Bestätigung der Schule, falls verlangt]. Wir zeigen dir einen typischen Arbeitstag, und du darfst selbst anpacken. Am letzten Tag besprechen wir zusammen, wie es dir gefallen hat.

Bitte bestätige den Termin kurz bis [Datum]. Falls du krank bist, melde dich bitte vor Arbeitsbeginn unter [Telefon].

Freundliche Grüsse
[Name, Funktion, Betrieb]

*Hinweis: Klären Sie vorab Unfallversicherungs- und Haftungsfragen für Schnupperlernende (meist über die Schule/Eltern oder den Betrieb). Auskunft gibt Ihre Versicherung.*

## 3. Schnupperlehre – Absage (nach dem Schnuppern)

**Betreff:** Deine Schnupperlehre bei [Betrieb]

Guten Tag [Vorname]

Danke, dass du bei uns geschnuppert hast. Es hat uns gefreut, dich kennenzulernen. [Ein konkretes Positives, z.B. «Du hast sorgfältig gearbeitet und gute Fragen gestellt.»]

Leider haben wir uns für eine andere Bewerbung entschieden. [Optional ehrlicher, wohlwollender Grund.] Das ist kein Urteil über dich. Wir wünschen dir viel Erfolg bei der weiteren Lehrstellensuche und empfehlen dir, dich [bei Betrieb X / bei der Berufsberatung] zu melden.

Freundliche Grüsse
[Name]

## 4. Zusage Lehrstelle

**Betreff:** Zusage Lehrstelle als [Beruf] ab [Datum]

Guten Tag [Vorname]
Guten Tag [Eltern/gesetzliche Vertretung]

Wir freuen uns sehr: Wir bieten dir eine Lehrstelle als [Beruf EFZ/EBA] ab [Datum] an. Die Lehre dauert [3/4] Jahre.

So geht es weiter:
1. Bitte bestätige uns die Zusage bis [Datum] kurz per E-Mail.
2. Wir senden dir den Lehrvertrag zur Unterschrift (auch durch die gesetzliche Vertretung, falls du noch nicht volljährig bist).
3. Danach reichen wir den Vertrag beim kantonalen Berufsbildungsamt zur Genehmigung ein.
4. Vor Lehrbeginn laden wir euch zu einem Startgespräch ein: [Datum].

Bei Fragen melde dich jederzeit unter [Telefon/E-Mail].

Freundliche Grüsse
[Name, Betrieb]

## 5. Absage Bewerbung (ohne Schnuppern)

Guten Tag [Vorname]
Vielen Dank für deine Bewerbung als [Beruf]. Wir haben viele Bewerbungen erhalten und uns für andere Kandidatinnen und Kandidaten entschieden. Wir wünschen dir für die Lehrstellensuche alles Gute und viel Erfolg.
Freundliche Grüsse
[Name, Betrieb]

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## 6. Checkliste: Vom Lehrvertrag bis zum Lehrbeginn

Prüfen Sie jeden Punkt mit Ihrem Kanton / Ihrer OdA. Die Liste ist eine Gedächtnisstütze.

**Vor dem Vertrag**
- [ ] Betrieb hat die Bildungsbewilligung des Kantons für den Beruf
- [ ] Berufsbildner/in mit nötiger Qualifikation bestimmt
- [ ] Bewerbung, Schnupperlehre und Gespräche dokumentiert
- [ ] Zusage mit Frist ausgesprochen

**Lehrvertrag**
- [ ] Offizielles Lehrvertragsformular des Kantons / der Branche verwendet
- [ ] Beruf, Lehrdauer, Beginn, Lohn je Lehrjahr, Ferien, Arbeitszeit eingetragen
- [ ] Probezeit eingetragen (gesetzlich mindestens 1 und höchstens 3 Monate, Art. 344a OR; eine Verlängerung braucht die Zustimmung der kantonalen Behörde – Details beim Kanton prüfen)
- [ ] Ferien eingetragen (lernende Person bis 20 Jahre: gesetzlich mindestens 5 Wochen pro Jahr, Art. 329a OR)
- [ ] Unterschriften: Betrieb, lernende Person, bei Minderjährigen gesetzliche Vertretung
- [ ] Vertrag beim kantonalen Berufsbildungsamt zur Genehmigung eingereicht (ohne Genehmigung ist der Lehrvertrag nicht wirksam)
- [ ] Kopien an alle Parteien verteilt

**Vor Lehrbeginn**
- [ ] Berufsschule angemeldet / Stundenplan bekannt
- [ ] Überbetriebliche Kurse (falls im Beruf vorgesehen) gebucht
- [ ] Versicherungen geklärt (Unfall, Krankentaggeld nach Betriebsregelung)
- [ ] Arbeitsplatz, Werkzeug, Schutzausrüstung bereit
- [ ] Einführungsplan für die ersten Wochen erstellt
- [ ] Hinweise zu Arbeitssicherheit und Jugendschutz (besondere Regeln für unter 18-Jährige, Arbeitsgesetz und Verordnung 5 zum Arbeitsgesetz, ArGV 5) geklärt
- [ ] Betrieb informiert das Team über den Ablauf

**In der Probezeit**
- [ ] Kündigung in der Probezeit: beidseitig mit 7 Tagen Frist möglich (Art. 344a Abs. 4 OR); der Kanton ist sofort schriftlich zu informieren
- [ ] Wöchentliches kurzes Feedback
- [ ] Standortgespräch vor Ablauf der Probezeit
- [ ] Lerndokumentation / Bildungsbericht gestartet

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## 7. Feedback zur Lerndokumentation

**Vorlage Rückmeldung (schriftlich oder im Gespräch)**

Lernende Person: [Name] Lehrjahr: [x] Zeitraum: [von – bis]

| Kriterium | Eindruck (+ / o / –) | Konkretes Beispiel |
|---|---|---|
| Vollständigkeit der Einträge | | |
| Genauigkeit / Fachsprache | | |
| Reflexion: Was habe ich gelernt? | | |
| Sorgfalt und Ordnung | | |
| Pünktlichkeit der Abgabe | | |

**Das gelingt schon gut:** [2–3 Punkte]
**Das verbessern wir bis zum nächsten Mal:** [1–2 Punkte, messbar, mit Datum]
**Unterstützung durch den Betrieb:** [z.B. 30 Minuten pro Woche Arbeitszeit für die Dokumentation]
Datum / Visum Berufsbildner/in: [ ] Visum Lernende/r: [ ]

*Hinweis: Lerndokumentation und Bildungsbericht sind in der Bildungsverordnung des jeweiligen Berufs geregelt. Prüfen Sie die Vorgaben für Ihren Beruf.*

## 8. Standortgespräch / Bildungsbericht – Gesprächsleitfaden

1. Einstieg: Wie geht es dir? Was lief in den letzten Wochen gut?
2. Leistungen im Betrieb: Fachkompetenz, Arbeitsqualität, Selbständigkeit
3. Berufsschule: Noten, Probleme, Unterstützungsbedarf
4. Verhalten: Pünktlichkeit, Teamarbeit, Umgang mit Kundschaft
5. Ziele für das nächste Semester (max. 3, konkret)
6. Wünsche der lernenden Person an den Betrieb
7. Abmachungen schriftlich festhalten, beide unterschreiben

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## 9. Elterngespräch

**Einladung**
Betreff: Gespräch zur Ausbildung von [Vorname] bei [Betrieb]

Guten Tag [Frau/Herr Nachname]
Wir möchten gerne mit Ihnen und [Vorname] über den bisherigen Ausbildungsverlauf sprechen. [Anlass: regulärer Standort nach 3 Monaten / Gesprächsbedarf wegen …]. Vorschlag: [Datum, Zeit, Ort], Dauer ca. 45 Minuten. Teilnehmende: [Berufsbildner/in, ggf. Geschäftsleitung]. Passt dieser Termin? Sonst machen wir gerne einen anderen Vorschlag.
Freundliche Grüsse [Name]

**Gesprächsablauf**
1. Begrüssung, Ziel und Zeitrahmen
2. Positives zuerst (konkrete Beispiele)
3. Anliegen schildern, sachlich und mit Beobachtungen statt Wertungen («Du bist dreimal zu spät gekommen» statt «Du bist unzuverlässig»)
4. Sicht der lernenden Person und der Eltern anhören
5. Gemeinsam Massnahmen vereinbaren (wer, was, bis wann)
6. Nächsten Termin festlegen, Protokoll senden

**Protokollvorlage:** Datum | Teilnehmende | Besprochene Punkte | Vereinbarte Massnahmen (wer/was/bis wann) | Nächstes Gespräch

*Bei ernsten Schwierigkeiten (Leistung, Verhalten, Konflikte) nehmen Sie früh Kontakt mit dem kantonalen Berufsbildungsamt oder der Lehraufsicht auf. Sie beraten in der Regel kostenlos (Angebot je nach Kanton).*

*Datenschutz: Protokolle und Beurteilungen enthalten Personendaten (teils von Minderjährigen). Nur an die Beteiligten weitergeben, sicher aufbewahren, nicht in öffentliche KI-Tools einfügen.*

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## 10. Lehrabschluss

**Einladung zum Abschlussgespräch**
Guten Tag [Vorname]
In [x] Wochen schliesst du deine Lehre ab. Wir möchten mit dir die Zeit auswerten und über deine Zukunft sprechen. Termin: [Datum]. Bitte denke über diese Fragen nach: Was hat dir am besten gefallen? Was hätten wir besser machen können? Wie sehen deine Pläne aus?

**Weiterbeschäftigung anbieten**
Guten Tag [Vorname]
Wir freuen uns, dir eine Anstellung als [Funktion] ab [Datum] anzubieten: Pensum [x %], Lohn CHF [Betrag] brutto pro [Monat], Arbeitsvertrag folgt. Wir bitten um Antwort bis [Datum].

**Keine Weiterbeschäftigung (wohlwollend)**
Guten Tag [Vorname]
Wir können dir nach der Lehre leider keine feste Stelle anbieten, weil [sachlicher Grund]. Gerne unterstützen wir dich bei der Stellensuche mit einem guten Zeugnis und stehen als Referenz zur Verfügung.

**Checkliste Lehrabschluss**
- [ ] Qualifikationsverfahren (Prüfungen) angemeldet und Termine bekannt
- [ ] Prüfungsvorbereitung im Betrieb geplant (Zeit, Material)
- [ ] Arbeitszeugnis ausgestellt (Art. 330a OR; Inhalt: Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses, Leistung, Verhalten). Das Lehrabschlusszeugnis (EFZ/EBA) stellt der Kanton aus, nicht der Betrieb.
- [ ] Rückgabe von Schlüsseln, Kleidern, Material geregelt
- [ ] Zugänge, Mailadresse, Berechtigungen angepasst
- [ ] Verabschiedung / kleines Fest im Team
- [ ] Rückblick: Was nehmen wir für die nächsten Lernenden mit?

**Arbeitszeugnis – Baustein (Art. 330a OR)**
[Name] absolvierte vom [Datum] bis [Datum] bei uns die Lehre als [Beruf EFZ/EBA]. [Er/Sie] lernte [Tätigkeiten]. [Leistungen, Arbeitsweise, Verhalten, Einsatz]. Wir bedanken uns für die Mitarbeit und wünschen [ihm/ihr] für die Zukunft alles Gute.
*Die Formulierung muss wahr und wohlwollend sein. Bei Unsicherheit beraten Branchenverband oder Amt.*