# 01 Dezember-Fahrplan für den Jahresabschluss Arbeitshilfe, keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand: 6. November 2026. Fristen und Regeln unterscheiden sich je nach Kanton, Ausgleichskasse und Betrieb. Prüfen Sie Angaben bei den offiziellen Stellen (siehe Teil 06). ## So benutzen Sie den Fahrplan Der Jahresabschluss ist kein Grosseinsatz im Januar, wenn Sie ihn über sieben Wochen verteilen. Drucken Sie diese Seite aus, tragen Sie hinter jedem Punkt eine Person und ein Datum ein und haken Sie ab. Wer allein arbeitet, setzt «ich» ein. Rechnen Sie pro Woche mit etwa 1 bis 2 Stunden, je nach Grösse des Betriebs. ## Woche ab 16. November: Überblick schaffen - Wo steht die Buchhaltung? Ist alles bis Ende Oktober gebucht oder abgelegt? (Wenn nicht: Rückstand zuerst aufarbeiten, siehe Teil 02.) - Papier- und Mail-Belege an einem Ort sammeln: ein Ordner (physisch) und ein Ordner (digital) mit dem Namen «Abschluss 2026». - Fragen Sie sich: Wer erstellt den Abschluss, Sie selbst oder eine Treuhandstelle? Wenn eine Fachperson: Termin für Januar jetzt anfragen, die Kalender füllen sich. - Offene Fragen aufschreiben (Privatanteile, grössere Anschaffungen, Entnahmen), siehe Teil 05. ## Woche ab 23. November: Forderungen und Rechnungen - Liste der offenen Kundenrechnungen (Debitoren) ziehen, siehe Teil 03. - Mahnlauf starten: Zahlungserinnerung für alles, was fällig ist. - Liste der eigenen offenen Rechnungen (Lieferanten, Kreditoren) erstellen: Was ist bis Jahresende fällig? - Angefangene Aufträge auflisten: Was ist geleistet, aber noch nicht in Rechnung gestellt? ## Woche ab 30. November: Lager und Anschaffungen - Datum für die Inventur festlegen, Stichtag ist in der Regel der 31. Dezember (siehe Teil 04). Zählliste vorbereiten. - Grössere Anschaffungen (Maschine, Fahrzeug, Computer): Rechnungsdatum und Lieferdatum notieren. Wie die Anschaffung im Abschluss erfasst wird, klären Sie mit Ihrer Treuhandstelle oder dem Steueramt. - Privatanteile prüfen: Fahrzeug, Telefon, Arbeitsraum zu Hause, eigener Konsum im Betrieb (siehe Teil 05). ## Woche ab 7. Dezember: Belege und Kasse - Kassabuch bis heute nachführen (siehe Teil 02). - Fehlende Belege suchen: Kontoauszug durchgehen, jede Zahlung braucht einen Beleg oder eine kurze Notiz. - Kreditkartenabrechnung und Online-Zahlungen (z. B. PayPal, TWINT) mit Belegen abgleichen. - Eigene Vorsorge: Säule 3a, falls Sie einzahlen wollen. Die Zahlung muss bis Jahresende gutgeschrieben sein, fragen Sie bei Ihrer Bank oder Vorsorgestiftung nach dem letzten Zahlungstag (siehe Teil 06). ## Woche ab 14. Dezember: Rechnungen stellen - Alle bis Ende Dezember erbrachten Leistungen und gelieferten Waren in Rechnung stellen, auch wenn die Zahlung erst im neuen Jahr kommt. Fragen Sie Ihre Treuhandstelle, wie Ihr Betrieb Erträge abgrenzt, wenn Sie nur nach Zahlungseingang buchen (Teil 05). - Betriebsferien und Jahresende-Hinweis an Kundschaft (Prompt 10 in Teil 08). - Letzte Bestellungen bei Lieferanten bis Jahresende prüfen: Wollen Sie noch Material auf Lager legen? Es erscheint im Inventar. ## Woche ab 21. Dezember: Stichtag vorbereiten - Banken und Postkonto: Kontoauszug per 31. Dezember bestellen oder digital speichern. - Kassenbestand am 31. Dezember zählen und im Kassabuch festhalten. - Falls Betrieb über Weihnachten schliesst: Inventur am letzten Betriebstag oder am 2. Januar nach Plan (Stichtag trotzdem dokumentieren, siehe Teil 04). ## Woche ab 28. Dezember bis 3. Januar: Stichtag - Inventur durchführen (Teil 04). - Kontostände, Kassenbestand und Kreditkarten per 31. Dezember notieren. - Angaben zu Lohn und Sozialversicherungen: Lohnsummen für das Jahr zusammenstellen, falls Sie Mitarbeitende haben. ## Januar: Abschluss - Unterlagen vollständig machen, Checkliste in Teil 07 durchgehen. - Termin mit der Treuhandstelle oder Buchhaltungsprogramm: Abschluss erstellen. - Mitarbeitende: Lohnausweise und Jahresmeldung an die Ausgleichskasse (Frist je nach Kasse, meist Ende Januar, siehe Teil 06). - Steuererklärung vorbereiten: Frist Ihres Kantons prüfen (Teil 06). ## Kurz-Check: Das sollten Sie am 31. Dezember wissen - Kassenbestand (gezählt), Bank- und Postkontostand - Offene Kundenrechnungen (Betrag und Anzahl) - Offene Lieferantenrechnungen - Warenlager (gezählt und bewertet) oder Material auf Lager - Eigene Entnahmen und Einlagen im Jahr